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Die Verbindung zum Unsichtbaren - Vernetzung

Eines Tages bekamen wir Verbindung zu einem schwarzen Loch. Wie konnte das geschehen? Viele Menschen weltweit haben zusammengearbeitet. Sie bildeten ein Team und gaben jeder das Beste, was sie konnten. Auch die besten Technologien weltweit schlossen sich zusammen. Um was zu tun? Um das Unsichtbare sichtbar zu machen.

Ein schwarzes Loch ist ein Beispiel für etwas, das nicht sichtbar sein kann - und dennoch einen immens großen Einfluss auf das Sichtbare ausübt. Und die „schwarzen Sterne“ faszinierten Astronomen seit Jahrhunderten.

Das Schwarze Loch selbst kann man nicht sehen, sondern sein Umfeld. Das, was schwarze Löcher umhüllt, nennen Wissenschaftler den Ereignishorizont. Und dieser wiederum lässt sich beobachten. Das Sichtbare zeigte den Forschern das Unsichtbare. Sichtbar konnte es für die Menschen nur durch eine gigantische Teamarbeit gemacht werden. In diesem Beispiel geschah es mithilfe eines erdumspannenden Netzwerks von Radioteleskopen. Dadurch konnte eine bisher nicht erreichte Präzision der Bildauflösung erreicht werden und so wurde in jahrelanger Arbeit etwas sichtbar gemacht, was zuvor nur indirekt bewiesen war.

Das zeigte: Je größer das Team ist, desto genauer können sich den Menschen die Dinge offenbaren und auch umso größere Zusammenhänge können sie sich erschließen und damit arbeiten.

Viele Menschen teilen eine ähnliche Sehnsucht wie die Wissenschaftler, hinter das Offensichtliche zu schauen oder das zu sehen, was sich im Unsichtbaren verbirgt. Für die Wahrnehmung sind wir mit verschiedenen Organen ausgestattet. Das am besten abgestimmte kann das Herz sein, wenn es klar und „sauber“ ist. Klar bedeutet in diesem Fall, dass es offen ist für die „Lichtstrahlen“, die zu ihm kommen. Ein Teleskop sammelt das Licht, das zu uns kommt und leitet es verstärkt unserem Auge zu. Ein gutes Herz arbeitet vergleichbar. Wenn es gut funktioniert, also wenn es frei ist, dann ist es ein sehr gut geeignetes Organ, uns mit anderen zu verbinden, Entfernung spielt hierbei sogar keine Rolle.

Dafür muss es bestimmte Voraussetzungen erfüllen und frei sein. Zum Beispiel auch frei von Gewohnheiten, von Vorstellungen und Gedanken. Wie sich ein wirklich freies Herz anfühlt und was es vermag, davon können wir meist nur träumen. Aber manchmal wird es erfahrbar. Und das sind dann wirklich interessante Erfahrungen, weil sie weiter reichen als das, was wir kennen. Wenn sich die Wahrnehmung auf das Nicht-Sichtbare einstellen kann, der Mensch sich so gut konzentrieren kann, dann sieht die Welt komplett anderes aus. Es gibt diese Ereignisse und Zusammenhänge schon immer, so wie das schwarze Loch schon immer existiert. Die Frage ist einzig und allein, ob wir es schon wahrnehmen können.

Wie das Team aus Forschern weltweit zusammenarbeitete, das ist ein Beispiel. Sie bildeten zusammengekoppelt eine virtuelle Antennenschüssel von fast Erdgröße. Das beweist uns etwas und zwar mehr als nur die Allgemeine Relativitätstheorie.

Je größer das Netzwerk, desto größer ist die Wirkung. Das ist genau das, was Meister Li sagt. Je mehr Menschen in einem bestimmten Sinn zusammenwirken können, desto mehr, desto klarer und weiter können wir alle sehen. Je mehr wir in solch einer Art zusammenarbeiten können, desto mehr sehen wir das Wahre.

Wenn ich alles lieber alleine machen möchte, dann kann ich nicht sehr weit kommen, nicht sehr klar sehen... Vielleicht ohne es zu bemerken, kreise ich dann eigentlich in einem nicht sehr weitreichenden Radius immer um mich selbst herum - und so ist nicht viel Entwicklung möglich.

Nun aber hat die Wissenschaft es uns so schön gezeigt, dass in einem Geist konzentriert so viel Gutes geschehen kann im Hinblick auf Reichweite, Klarheit und Weiterentwicklung.

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